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Im Test: Blue Ice Yagi 28 L Backpack

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  5. Blue Ice Yagi 28 L Backpack
Datum: 05.04.2026 (Aktualisiert am: 20.04.2026)

Bewertung im Überblick

Bedienkomfort (8) Tragekomfort (8) Belüftung (7) Konstruktion/Verarbeitungsqualität (9) Funktionalität/Detaillösungen (8) Robustheit (8) Wetterschutz (8) Gewicht (7)
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Praxistest & Erfahrungen

Der Blue Ice Yagi 28 gehört zur Kategorie der leichten und schlichten Alpin- und Skitourenrucksäcke, die möglichst wenig «Schnickschnack» bieten und im rauen Einsatz überzeugen sollen. Zielgruppe sind Alpinisten und Skibergsteiger, die einen robusten Tagesrucksack suchen, der eng am Körper sitzt und mit durchdachten Befestigungsmöglichkeiten, guter Lastübertragung und übersichtlicher Organisation überzeugt, ohne unnötigen Ballast durch zuviele Features zu erzeugen.

Design und Material

Auf den ersten Blick wirkt der Blue Ice Yagi 28 wie ein Alltags- und Bürorucksack, da er sehr einfach und ohne Schnörkel aufgebaut ist. Er wirkt eckig, mit einer länglichen Silhouette, und hat oben einen bequemen Tragegriff.

Bei genauerer Betrachtung merkt man aber schnell, dass der Blue Ice Yagi 28 mehr kann: So verfügt er über ein abgetrenntes Fach für die Lawinensicherheitsausrüstung. Dieses ist zudem leicht gepolstert. Der Rucksack macht insgesamt einen sehr soliden Eindruck. Für seine Grösse von 28 Litern und mit 790 g ist er erstaunlich leicht (wenn auch nicht ultraleicht). Mit dem robusten Material (hochdichtes 420D Nylon Ripstop, 420D Robic Air HD Nylon, PFC-frei, Bluesign-zertifiziert) und den Features stellt er einen sehr spannenden Skitourenrucksack für Unternehmungen mit wenig Gepäck dar. Wer mehr Ausrüstung dabei hat, mehrtägige Unternehmungen plant und technisches Material mittragen muss, sollte sich die 35-L-Variante des Yagi anschauen. Mit 860 g fällt diese nur wenig schwerer aus.

Mit 28 Litern Volumen deckt der Blue Ice Yagi Tagestouren mit alpinem Zuschnitt hervorragend ab. Die Kompressionsmöglichkeiten an den Seiten halten die Last nahe am Rücken und verhindern, dass der Packkörper bei halber Beladung „sackähnlich“ wird. Insgesamt vermittelt das Design den Eindruck von Langlebigkeit bei zugleich reduziertem Gewicht.

Den Yagi gibt es in zwei Farben: In Grau, der getesten Version, und in Deep Blue.

Tragkomfort

Das Tragesystem ist minimalistisch: Rückenpolsterung und Hüftflossen sind schlank gehalten, die Schulterträger flexibel, und der Rucksack liegt körpernah an. Bei moderaten Lasten verteilt sich das Gewicht angenehm; auch in der Abfahrt bleibt der Rucksack stabil und folgt den Bewegungen, ohne zu pendeln. Stabilität erhält der Rucksack durch eine leichtgewichtige Federstahlkonstruktion, wie sie auch bei anderen Blue-Ice-Rucksäcken verbaut wird. Es ist ein gutes, leichtes System für mittlere Lasten.

Auf längeren Anstiegen fällt die geringe Rückenbelüftung auf. Das ist der Bauweise geschuldet und in der kalten Jahreszeit kaum ein Nachteil; im Frühjahr kann es jedoch schwitzig werden. Die Rückenlänge ist nicht verstellbar. Mit durchschnittlicher Statur passt der Yagi sehr gut; sehr grosse oder sehr kleine Nutzer sollten prüfen, ob die Auflagepunkte optimal liegen.

Gut gefallen hat den Testern: Der Hauptsack schränkt die Kopfbewegung mit Helm kaum ein, und die schmale Form bleibt an engen Stellen (Rinnen, Gratpassagen) wenig hakelig. Wer häufig mit deutlich über 8 –10 kg unterwegs ist, wird die etwas minimalistische Polsterung irgendwann spüren. Mit der Grösse von 28 Litern ist dies jedoch sehr gut abgestimmt. Selbst der Bauchgurt ist leicht gepolstert und fängt das Gewicht gut auf, ohne aufzutragen. Auch die Metallschnalle am Bauchgurt anstelle einer Plastikschnalle ist schön gemacht; sie dürfte praktisch unzerstörbar sein.

Funktionalität

Die Stärken liegen in der Praxisorientierung. Der aktuelle Yagi 28 stellt eine Evolution dar, die über die letzten Jahre stetig verbessert wurde. Insgesamt ist er bezüglich Fächern einfach gehalten: eine grosse Deckeltasche, in die auch die Skibrille passt, sowie ein separates, schnell zugängliches und grosses Frontfach für Lawinenausrüstung (Schaufel/Sonde). Dieses spart im Ernstfall Zeit und verhindert, dass nasse Geräte den Rest der Ausrüstung durchfeuchten. Das Hauptfach lässt sich weit öffnen, die Übersicht ist gut; innen gibt es eine Aufnahme für ein Trinksystem mit Auslass. Das Hauptfach kann zusätzlich von der Rückseite mit zwei Reissverschlüssen geöffnet werden. Diese sind etwas versteckt und nur mit feinen Reepschnur-Enden greifbar, sodass man dafür die Handschuhe ausziehen muss. Dann erhält man jedoch einen guten Zugriff auf die Ausrüstung. Wer viele Kleinteile organisiert verstauen will, findet weniger Fächer als bei „vollausgestatteten“ Allroundern – der Yagi bleibt bewusst reduziert. Sehr gut bewährt hat sich im Praxistest die grosse Schlaufe oben am Rucksack: Beim Umpacken oder beim Einsteigen in den Zug, den Bus oder das Auto hat man so den Rucksack schnell zur Hand.

Ski lassen sich seitlich (A-Frame) oder diagonal (mit abnehmbarer Schlaufe) fixieren. Optional gibt es zusätzlich eine Halterung zur Schnellmontage von Ski. Kompressionsriemen an den Seiten straffen das Packvolumen. Gefallen hat uns auch die Lösung für Snowboarder, da sie ohne zusätzliches Material auskommt: Die Kompressionsriemen lassen sich über die Rückseite verbinden, sodass ein (schmales) Snowboard gut fixiert werden kann. Zudem gibt es ein Helmnetz. Dieses ist unabhängig vom Rucksack und kann über vorbereitete Befestigungspunkte aussen fixiert werden.

Interessant ist die Lösung zur Pickelhalterung: Der Pickel wird einfach eingeschoben und unten fixiert. So ist er sehr gut angebracht, und nichts wackelt bei intensiven Bewegungen. Blue Ice weist darauf hin, dass ein (kleiner) Pickel auch im Aussenfach des Rucksacks transportiert werden kann. Das ist eine gute Idee, wodurch der Rucksack noch aufgeräumter wirkt und man den Pickel bei Hüttenübernachtungen mit ins Zimmer nehmen kann. Den Testern ist zudem aufgefallen, dass sich der Pickel auch von oben einschieben lässt. Dadurch könnte man ihn sogar herausziehen, ohne den Rucksack abnehmen zu müssen. Das kann praktisch sein, wenn es plötzlich schwierig wird, zum Beispiel wenn man beim Aufstieg eine Rille ritzen oder eine Stelle für die Spitzkehre sichern muss.

Der Bauchgurt verfügt über zwei Fächer, eines mit Stretch und eines mit Reissverschluss. Das funktioniert gut und ermöglicht das einfache Verstauen von Kleinmaterial.

Fazit

Der Blue Ice Yagi 28 gehört zur Kategorie der leichten und schlichten Alpin- und Skitourenrucksäcke, die möglichst wenig «Schnickschnack» bieten und im rauen Einsatz überzeugen. Zielgruppe sind Alpinisten und Skibergsteiger, die einen robusten Tagesrucksack suchen, der eng am Körper sitzt und funktional bleibt, ohne unnötigen Ballast durch zuviele Features zu erzeugen. Im Praxistest haben sowohl der gute Sitz am Rücken als auch die durchdachten Features und die einfache Handhabung überzeugt.

Vergleich mit anderen Modellen

Modell Saison Preis Gewicht TragekomfortBedienkomfortKonstruktion/Verarbeitungsqualität
Blue Ice Yagi 28 L Backpack Aktuelles Produkt 2026, 2026/27 175.00 CHF 790 g
8
8
9
Blue Ice Firecrest 38 2026, 2026/27 195.00 CHF 965 g
9
8
9
Zum Test
Atomic Backland 30+ 2025/26, 2025 199.00 CHF 990 g
8
7
7
Zum Test
Black Diamond Cirque Ultra 35L 2025 420.00 CHF 1.110 g
8
8
9
Zum Test
BCA Stash 35 2025 199.00 CHF 1.850 g
7
8
8
Zum Test
Vaude Monviso 26 2025 185.00 CHF 1.290 g
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9
Zum Test

Technische Daten

Produktbezeichnung
Blue Ice Yagi 28 L Backpack
Saison
2026, 2026/27
Gewicht
790 g
Preis
175.00 CHF
Herstellungsland
Vietnam
Hersteller-Webseite
www.blueice.com
Erhältliche Grössen
28 L, 35 L
Verwendete Materialien

Hochdichtes 420D Nylon Ripstop, 420D Robic Air hd Nylon, PFC-frei, Bluesign-zertifiziert
 

Produktkategorien
Schneesportrucksäcke
Hersteller
Blue Ice
Aktivitäten
Bergsteigen, Skitouren, Splitboarden

Produktbilder und Detailaufnahmen

  • Blue Ice Yagi 28 L Backpack
    Blue Ice Yagi 28 L Backpack
    Blue Ice Yagi 28 L Backpack
    © Blue Ice
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