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Im Test: Im Test: Transalpes E1

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  5. Im Test: Transalpes E1
Datum: 16.05.2022

Praxistest & Erfahrungen

Space Cowboy
Ein Bike wie von einem anderen Stern? Der Motor des nagelneuen Transalpes E1 stammt aus derselben Schweizer Hightech-Schmiede, die auch Motoren für die Nasa Mars Rover herstellt. Und wie bewährt sich das superleichte Minimal-Assist-Bike auf irdischen Alpen-Trails?

Was haben der Nasa Mars Rover und das Transalpes E1 gemeinsam? In beiden Fällen stammt die Technik für die Motoren vom Schweizer Spezialhersteller Maxon. Der konstruiert unter anderem auch Antriebe für chirurgische Handgeräte und humanoide Roboter – kurz gesagt, für allerhand Einsatzzwecke, bei denen hohe Präzision gefragt ist. Klingt recht futuristisch. Schauen wir, wie sich das Transalpes E1 schon heute auf den Trails bewährt.
 
Unsichtbarer Antrieb
Das Auffälligste am E1: Motor und Akku fallen überhaupt nicht auf – das Velo gleicht einem herkömmlichen Trail- oder Enduro-Bike. Perfekt getarnt sitzen der minimalistisch dimensionierte Antrieb und die 250-Wh-Batterie in dem für ein E-MTB ungewöhnlich schlanken Carbon-Rahmen. Maxon nennt das Bikedrive Air Antriebssystem konsequenterweise «unsichtbar». «Optisch besteht praktisch kein Unterschied zwischen unseren normalen Bikes und dem E1», findet auch Transalpes Inhaber Michel Juhasz. Die relativ geringe Akku-Kapazität des E1 und das mit 30 Nm im Vergleich zu herkömmlichen E-Bikes (um die 85 Nm) recht niedrige Drehmoment erlauben natürlich eine Konstruktion mit rekordverdächtig geringem Gewicht. Das Konzept dieser Light-Varianten hat jedoch zwei Seiten: Wer den Turbo braucht, um Berge hochzukommen, wer maximale Unterstützung für Trial-Trails bergauf sucht oder auf ultimative Reichweiten abzielt, für den wird der Ritt mit dem Minimalisten aus der Zwillikoner Bike Manufaktur kein wirkliches Highlight werden. Wer sich jedoch auf den gebotenen Deal einlässt, mit dem eigenen Körper mehr leisten zu müssen, als dies mit herkömmlichen E-MTBs der Fall ist, wird mit einem bemerkenswert agilen und leichtgängigen Bike belohnt.
 
Verspielter Sportler
«Wow, das fährt sich ja wie ein normales Enduro- oder Trail-Bike!» Die Test-Crew war jedenfalls auf Anhieb begeistert, wie agil und spritzig sich das Transalpes E1 auf den Trails bewegen lässt. Das liegt nicht nur am geringen Gewicht des getesteten Vorserien-Modells, das gerade einmal 16,3 Kilogramm auf die Waage brachte. Das Spitzenmodell in der Serie wiegt in der leichtesten Konfiguration sogar federleichte 15,6 Kilo – und liegt damit gleichauf mit dem in dieser Ausgabe vorgestellten Bio-Enduro Bixs Lane. Entsprechend spielerisch und dennoch laufruhig lässt sich das E1 selbst auf ruppigen Trails dirigieren. Bergab spricht das Fahrwerk mit Fox Float DPX2 Dämpfer und Fox Float 34 FIT4 Gabel enorm sensibel an. Damit eliminiert es feine, schnelle Wurzelvibrationen ebenso zügig, wie es Step-Downs über grobe Felsbrocken wegbügelt. Wahlweise lässt sich das 140-Millimeter-Trailbike zum Enduro mit 160-Millimeter-Federgabel aufrüsten. Am besten zieht der Motor, wenn ihn der Fahrer mit hoher Trittfrequenz unterstützt. Dabei bewegt man sich beinahe so lautlos wie mit einem Bio-Bike durch die Wälder und die Berge. Die Motorgeräusche sind kaum wahrnehmbar. Mindestens genauso angenehm: der spezielle Freilauf, der sowohl beim Vorwärts- als auch beim Rückwärtspedalieren keinen spürbaren Widerstand bietet. Ein beinahe überirdischer Fahrspass für Minimalisten.

Zitat von unserem Tester Thomas Werz, Redakteur und Enduro-Fahrer:
«Vor allem bergab hast du auf dem Transalpes E1 nicht das Gefühl, auf einem E-MTB zu sitzen. Auf verschlungenen Trails lässt sich das E1 so entspannt und quirlig durch die Kurven steuern wie ein herkömmliches Mountainbike. Bei Jumps zieht das E1 fast wie von selbst ab. Als leichtem Fahrer reicht mir bergauf die geringere Unterstützung. Ich will ja auf dem Weg zum Gipfel auch keine Rekorde aufstellen ...»

Fazit

Das Transalpes E1 setzt Massstäbe in Sachen Fahreigenschaften von E-Bikes. Die Agilität des rekordverdächtig leichten Bikes erinnert an herkömmliche Enduro-Bikes ohne E-Antrieb. 

Vergleich mit anderen Modellen

Modell Saison Preis Gewicht
Im Test: Transalpes E1 Aktuelles Produkt 2022 11.00 CHF 1.560 g
Thömus Lightrider E Ultimate 2022 10'101.00 CHF 16.200 g Zum Test
Scor 4060 Z ST 2022 8'799.00 CHF 22.500 g Zum Test
Santa Cruz Bullit CC S 2022 9'990.00 CHF 22.500 g Zum Test
Orbea Rise H15 2022 6'699.00 CHF 20.800 g Zum Test
Flyer Uproc X 2022 11'199.00 CHF 25.200 g Zum Test
Cannondale Moterra Neo Carbon LT 2 2022 8'199.00 CHF 26.200 g Zum Test
Bergstrom ATV C 949 2022 6'999.00 CHF 24.500 g Zum Test

Technische Daten

Produktbezeichnung
Transalpes E1
Saison
2022
Gewicht
1.560 g
Preis
11.00 CHF
Herstellungsland
Hersteller-Webseite
Federweg vorn
140
Federweg hinten
130
Rahmenmaterial
bike-material-carbon
Federgabel
Fox Float 34 Fit 4 Kashima
Dämpfer
Fox Float X2 Kashima
Schaltung
Shimano XTR
Bremsen
Shimano XTR
Kurbel
E13 Race Carbon, 30T
Laufräder
Hoops 927 Carbon / DT Swiss 240 Nabe
Reifen
Wolfpack Trail TLR 2.4
Lenker
Acros Stealth Carbon 780 mm
Vorbau
Acros Stealth
Sattel
Selle Italia SLR Boost
Motor
Maxon Bikedrive Air 30 Nm
Akku
250 Wh, optional Range Extender (+ 250Wh)
Produktkategorien
E-Bikes
Hersteller
Transalpes
Aktivitäten
Biken, Mountainbiken

Produktbilder und Detailaufnahmen

  • Im Test: Transalpes E1
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Text: Outdoor Guide Redaktion

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