Praxistest & Erfahrungen
Schlank und sportlich – das Mondraker Raze Carbon R ist nicht nur für Fans edler Optik ein Objekt der Begierde. Die funktionelle, stimmige Ausstattung und ein edler Carbon-Rahmen versprechen eine Menge. Wie schlägt sich das Bike von der spanischen Costa Blanca auf den Davoser Singletrails?
Wow! Noch bevor sie sich in den Sattel schwingen, bekommen die BORN-Tester grosse Augen. Das Mondraker Raze Carbon R ist eine imponierende Erscheinung. Der edle Carbon-Rahmen wirkt filigran und erinnert rein optisch an eine XC-Rakete. Die aus einem Stück gefertigte Carbon-Wippe fügt sich harmonisch in die cleane, fliessende Form des Hauptrahmens mit einem im Profil sehr flachen, stark abfallenden Oberrohr. Es verleiht dem Bike die Anmutung eines Geparden, der gerade zum Sprung ansetzt. Entsprechend dynamisch zeigt sich dieses Bike auf dem Trail. Mit viel Power schliesst es die Lücke zwischen der XC-Maschine F Podium und dem Enduro-Klassiker Foxy.
Sportliches Fahrwerk
Dank der Forward Geometry mit langem Oberrohr und minimalistisch kurzem Vorbau sitzt man sportlich, aber nicht unkomfortabel auf dem vielseitigen Bergvelo. Wie auch bei anderen Mondraker Fullies sorgt das Zero Suspension System für eine faire Balance aus guten Vortriebseigenschaften und effektivem Federungssystem. Auf Wurzelpassagen und ruppigen Trails sprechen die Fox 36 29 Float Grip Evol Performance Gabel mit 150 Millimeter Federweg und der Hinterbau mit Fox Float DPS LV Evol Performance Dämpfer (130 Millimeter Federweg) sensibel an, ohne zu soft zu wirken. Das Fahrwerk ist straff genug, um sich dynamisch über Hindernisse zu katapultieren. In Kombination mit den 29-Zoll-Laufrädern mit DT Swiss Felgen macht das Bike auch in verblocktem Terrain eine souveräne Figur. Bergauf zeigt es sich vortriebsstark, wenn auch mit 13,9 Kilogramm (Grösse L, ohne Pedale) nicht so spritzig wie das F Podium. Bergab zählt seine imponierende Laufruhe zu den Stärken des Raze. Der Mix aus einem 2.4er Maxxis Dissector DHF Reifen vorne und dem 2.3er Maxxis Aggressor am Heck sorgt für guten Grip auf fast jedem Untergrund. Mit noch etwas robusteren Reifen könnte das Raze Carbon R glatt mit leichten Enduro-Bikes konkurrieren. Einzig die tiefe Tretlagerposition sorgte auf verblockten Trails für einige Aufsetzer. Und für Vollgasritte wäre zu überlegen, die vierkolbige Sram G2 Bremse mit 180-Millimeter-Bremsscheiben gegen ein zupackenderes Modell zu tauschen oder zumindest vorne eine 200-Millimeter-Scheibe zu montieren. Denn die Bremskraft kann nicht ganz mit der sonst bärenstarken Performance des Bikes mithalten.
Durchdachte Ausstattung
Ebenso wie die Fahreigenschaften überzeugt auch die Ausstattung des spanischen Trail-Königs. Die Züge verschwinden am Steuersatz im Rahmen. Ergebnis: ein absolut cleaner Look. Der ins Unterrohr eingearbeitete Flaschenhalter ist auf das Fidlock-System abgestimmt. Mit einer Adapterplatte kann aber auch jeder andere Flaschenhalter montiert werden. Auf der Unterseite des Oberrohrs befinden sich ausserdem zwei Schrauben, an denen sich eine Halterung für Schlauch und CO2-Kartusche befestigen lässt. Das MIND Telemetrie-System mit Sensoren an der Gabel und am Hinterbau schickt bei Bedarf die Fahrwerksdaten des letzten Rides per App aufs Handy. Freunde perfekt abgestimmter Bikes wissen das zu schätzen.
Zitat von unserer Testerin, Sabrina Morell, bevorzugt alpine Touren und Enduro-Trails:
«Das Mondraker Raze Carbon R ist für mich das perfekte Bike zum Schnellfahren – bergauf wie bergab. Im Downhill gefällt mir seine Laufruhe, bergauf lässt es sich effektiv treten. Ausserdem klasse: Das Bike ist beeindruckend leise – kein Klappern, kein Knacken. So muss das sein!»
Fazit
Das Mondraker Race Carbon R ist ein «Allrounder» im allerbesten Sinne. Das spanische Edelbike besticht durch seine grosse Vielseitigkeit und die hohe Kontrolle.
Vergleich mit anderen Modellen
| Modell | Saison | Preis | Gewicht | |
|---|---|---|---|---|
| Mondraker Raze Carbon R Aktuelles Produkt | 2022 | 7'499.00 CHF | 13.200 g | |
| Im Test: Bold Linkin 135 | 2022 | 14 g | Zum Test | |
| Im Test: Cannondale Scalpel SE LTD | 2022 | Zum Test | ||
| Im Test: Norco Optic C1 | 2022 | 14 g | Zum Test | |
| Im Test: Trek Top Fuel 9.9 XX1 AXS | 2022 | 12 g | Zum Test | |
| Bixs Sign X | 2021 | 8'590.00 CHF | 12 g | Zum Test |
| Scott Spark 900 Tuned | 2021 | 9'999.00 CHF | 11 g | Zum Test |
| BMC Fourstroke 01 LT one | 2021 | 8'499.00 CHF | 11 g | Zum Test |
Technische Daten
- Produktbezeichnung
- Raze Carbon R
- Saison
- 2022
- Gewicht
- 13.200 g
- Preis
- 7'499.00 CHF
- Herstellungsland
- Hersteller-Webseite
- Federweg vorn
- 150
- Federweg hinten
- 130
- Rahmenmaterial
- bike-material-carbon
- Federgabel
- Fox 36 29 Float Grip Evol Performance, 150 mm
- Dämpfer
- Fox Float DPS LV Evol Performance, 205x57.5 mm
- Schaltung
- Sram GX Eagle, 12-fach
- Bremsen
- Sram G2, 4-piston caliper, Centerline 180 mm
- Kurbel
- Truvativ Stylo 7k Eagle, 175 mm
- Laufräder
- DT Swiss XM1700 Spline 29, 30 mm
- Reifen
- v: Maxxis Dissector DHF 29x2.5 WT h: Maxxis Aggressor 29x2.3
- Lenker
- Onoff Sulfu, 800 mm, 20 mm rise
- Vorbau
- Onoff Sulfur FG, 30 mm
- Sattel
- Fizik Antares R7
- Produktkategorien
- Trail-Bikes
- Hersteller
- Mondraker
- Aktivitäten
- Biken, Mountainbiken
Produktbilder und Detailaufnahmen
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