Getestet

Im Test: Houdini Rollercoaster Jacket

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  5. Houdini Rollercoaster Jacket
Datum: 17.02.2023 (Aktualisiert am: 17.02.2023)

Bewertung im Überblick

Tragegefühl/Haptik (7) Robustheit (9) Verarbeitungsqualität (9) Wetterschutz (9) Wasserdampfdurchlässigkeit (7) Funktionalität/Detaillösungen (9) Gewicht/Packmass (2)
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Praxistest & Erfahrungen

Es gibt mittlerweile fast keine Outdoor-Marke mehr, die sich Nachhaltigkeit nicht gross auf die Fahne schreibt. Stoffe aus rezyklierten Materialien und PFC-freie Imprägnierungen entsprechen glücklicherweise mittlerweile dem Branchen-Standard. Der «heilige Gral» in puncto Nachhaltigkeit ist auf Materialseite jedoch die Zirkularität, d.h. die Möglichkeit, ein Produkt so zu rezyklieren, dass aus einer alten Jacke eine neue entstehen kann. Die Grundvoraussetzung dafür ist Sortenreinheit. Und das ist zugleich die grosse Herausforderung, weil nur die allerwenigsten Textilien diesen Anspruch erfüllen. Konkret: Bei Dreilagenjacken werden oft Oberstoffe aus Polyamid (auch bekannt unter dem Markennamen Nylon) mit einer wasserdichten Membran aus Polytetrafluorethylen (das ist die von Gore-Tex verwendete chemische Verbindung) und einem Futterstoff aus Polyamid oder Polyester verklebt. Dieses so genannte Laminat lässt sich nicht wieder in die einzelnen Lagen aufteilen und kann entsprechend auch nicht rezykliert werden. Den hohen Anspruch der Zirkularität hat die schwedische Outdoor-Marke Houdini mit der Rollercoaster Freeride-Jacke gemeistert. Bei diesem Produkt sind sowohl Oberstoff, Membran als auch Futterstoff aus Polyester. Um die Jacke am Ende ihres Lebenszyklus dem Recycling zuzuführen, müssen lediglich die Reissverschlüsse, Druckknöpfe und Gummibänder des Schneefangs entfernt werden.  
Nachhaltig ist auch, wenn ein Produkt möglichst langlebig ist. Deshalb schielt Houdini bei der Rollercoaster Jacket auch nicht auf die Waage und verwendet einen sehr robusten Oberstoff mit einer angenehmen Haptik. Mit rund 800 Gramm ist die Jacke ein ziemliches Pfund, aber für die anvisierte Zielgruppe der Freerider und Freetourer sicher noch im Rahmen des Annehmbaren. Auch ist die Jacke dank dem gewählten Schnitt und den bedeckten Farben durchaus auch alltagstauglich. Die Jacke ist so konfektioniert, dass ausreichend Isolationsschichten darunter Platz finden, wenn das Thermometer mal zweistellige Minusgrad anzeigt. Die Länge ist so gewählt, dass eine gute Abdeckung erreicht wird – der Pulverschnee bleibt Draussen, die Wärme drin. Nicht zuletzt auch dank dem Schneefang, der nicht abnehmbar ist. Dieser ist elastisch, hat ein griffiges Silikonband und einen Druckknopfverschluss für optimalen Sitz. Die Ärmelabschlüsse sind sehr weit geschnitten, sodass diese auch über dicke Handschuhe passen. Das Volumen lässt sich mit einem breiten Klettverschluss gut variieren. Der Jackensaum ist mit zwei einhändig bedienbaren Kordelzügen in der Weite verstellbar. Der robuste 2-Wege Front- Reissverschluss (YKK No. 5) ist wasserabwesend und zusätzlich durch eine breite Abdeckung geschütz. In Kombination mit der innenseitigen Abdeckleiste und der zu einer «Regenrinne» umgelegten äusseren Leiste ist hier absolute Wasserdichtigkeit auch unter widrigsten Umständen garantiert. Alle Reissverschlüsse sind mit einem gut greifbaren Zipper-Puller versehen und können auch mit Handschuhen problemlos bedient werden. Der Stauraum ist üppig: Die Napoleontasche (mit wasserabweisendem Reissverschluss und Abdeckung) ist links aufgesetzt, zusätzlich gibt es zwei grosszügig dimensionierte, mittig angesetzte Fronttaschen, die problemlos mit Rucksack oder Klettergurt kombiniert werden können. Innenseitig gibt es eine kleine, mit Reissverschluss gesicherte Tasche für Effekten. In eine offene Netztasche können Skibrille oder dünne Handschuhe gesteckt werden. Das Volumen der helmkompatiblen Kapuze kann werden. Der breite Schirm und dem weit nach oben gezogenen Kragen sorgt für sehr guten Schutz. Optimal eingestellt und in Kombination mit einem Helm macht die Kapuze die Kopfbewegungen ohne Einschränkungen mit. Ohne Helm ist das Sichtfeld eingeschränkt, weil die Kapuze die Bewegungen nicht oder nur eingeschränkt mitmacht. Gut gelöst sind die Lüfter, über die überschüssige Wärme oder Schwitzerfeuchtigkeit entweichen können. Sie ergänzen das Laminat, das hinsichtlich Wasserdampfdurchlässigkeit gute Werte ausweist. Diese verlaufen vom Ärmelansatz unter der Achsel diagonal nach hinten und sind damit relativ gut geschützt vor Niederschlägen. Eine Abdeckung schützt den Reissverschluss, dafür verzichtet Houdini auf einen wasserabweisenden Reissverschluss. Der grosse Vorteil: Die Reissschlitten laufen fast widerstandslos, sodass die Zipper auch einhändig bedient werden können. Die Jacke ist insgesamt sehr schön verarbeitet und auch die technischen Detaillösungen vermögen zu überzeugen. Die Rollercoaster Jacket gibt es in einer Damen- und Herrenversion in je drei Farben. Passend dazu und mit dem gleichen Namen, gibt es eine Hose und eine Latzhose.

Fazit

Die Rollercoaster Jacket punktet maximal im Bereich Nachhaltigkeit, vermag aber auch hinsichtlich Funktionalität zu überzeugen. 

Vergleich mit anderen Modellen

Modell Saison Preis Gewicht RobustheitWetterschutzWasserdampfdurchlässigkeit
Im Test: Jack Wolfskin Alpspitze Air 3L Skitourenjacke 2023 699.00 CHF 272 g
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Zum Test
Im Test: Jack Wolfskin Alpspitze Air 3L Skitourenjacke Damen 2023 699.00 CHF 272 g
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Zum Test
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Technische Daten

Produktbezeichnung
Rollercoaster Jacket
Saison
2023
Gewicht
678 g
Preis
699.00 CHF
Herstellungsland
Estland
Hersteller-Webseite
Verwendete Materialien
Polyester 
Produktkategorien
Hardshelljacken
Hersteller
Houdini
Aktivitäten
Freeriden, Skifahren, Skitouren

Produktbilder und Detailaufnahmen

  • Houdini Rollercoaster Jacket
    Houdini Rollercoaster Jacket
    Houdini Rollercoaster Jacket
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    Houdini Rollercoaster Jacket
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Text: Outdoor Guide Redaktion

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