Getestet

Im Test: Koba 29-Sentiero-C3

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Datum: 30.04.2021

Praxistest & Erfahrungen

Sentiero – die italienischsprachige Modellbezeichnung bedeutet schlicht und einfach «Weg». Doch wer Jan Koba kennt, weiss, dass er damit sicher keine überbreiten Forstwege oder kinderwagenfreundlichen Spazierwege meint. Ihm geht’s um Trails. Und die sollten, bitteschön, nicht langweilen. Je kniffliger, desto besser – egal, ob rauf oder runter. Und auch was Tempo und Antrittsstärke heisst, weiss Koba aus seiner Zeit als Rennradprofi. Entsprechend baut er seine Bikes. Das 29-Sentiero-C3 ist ein Bike, das auch durchtrainierte Athleten mit Rennerfahrung nicht enttäuschen wird. 

 Eine Maschine am Berg
«Was für eine Maschine!», notierte einer der Tester nach den Runden auf der Worldcup-Strecke in Lenzerheide. In der Tat: Bringt man die entsprechende Muskel-Power mit, ist der Vortrieb geradezu brutal. Egal, ob steile Rampen oder endlose Serpentinenanstiege – das Sentiero zeigt, dass auch Bergauffahren richtig Spass machen kann. Dabei spricht das Fahrwerk sensibel an und bietet bergauf eine tolle Traktion. Selbst bei geöffnetem Dämpfer ist kein störendes Wippen des Hinterbaus zu spüren. Dank 32er-Kettenblatt und dem 12-fach Shimano XTR-Antrieb geht einem auch auf knackigen Steilstücken die Power so schnell nicht flöten. Generell wirkt das Bike enorm steif, was den Fahrkomfort auf ruppigen Abfahrten trotz des gut ansprechenden 120-Millimeter-Fahrwerks mit Fox Float DPS Factory Dämpfer und 34er Stepcast Federgabel (ebenfalls 120 Millimeter Federweg) doch etwas beschneidet. Doch das Sentiero ist schliesslich keine Enduro-Maschine. Den Slalom zwischen Felsbrocken und Wurzeln meistert es dank seiner Agilität bravourös. Und auf etwas weniger anspruchsvollen Trails macht das Bike durch sein poppiges Fahrwerk auch auf schnellen Abfahrten mächtig Spass und lädt zu spielerischen Flugeinlagen ein. Um das edle Highend-Ross im Zaum zu halten, sind an der C3-Version bewährte Shimano XTR-Stopper mit 180er-Bremsscheiben montiert.

Tipptopp aufgeräumt
Ehrgeiz zeigt Koba nicht nur, was die Fahrqualitäten betrifft. Auch optisch und funktionell lässt das 29-Sentiero-C3 wenig Wünsche offen. Das Bike wirkt aufgeräumt wie ein edles Designer-Stück für die Wohnzimmerwand. Ein Highlight: die innovative Kabelführung. Sämtliche Züge für Bremsen, Schaltung und Remote Control von Dämpfer und Gabel (simultane Bedienung) verschwinden zeurst im Lenker und über den Vorbau im Rahmen. Ein kleines Manko war lediglich die aufgrund der Zuglänge kaum veränderbare Position des Sattelstützen-Remote-Hebels. Dieser war mit der Hand am Lenker mit dem Daumen nur schwer zu erreichen. Doch wie alle Koba Bikes lässt sich auch das Sentiero mit Wunschausstattung individuell konfigurieren und aufbauen. Ein auf Körpergewicht, Fahrstil und Portemonnaie angepasstes Tuning gehört bei Koba zum Service. Leichtere Bremsen, andere Reifen – oder doch eine Sonderlackierung? Alles kein Problem. Wem es ums letzte Gramm geht, der kann auch hier noch etwas «Werkstuning» betreiben. Denn in der top XC-Version mit 100-Millimeter-Gabel wiegt das 29-Sentiero-C3 gerade einmal 9,2 Kilo.

Beinahe unsichtbar
In den Lenker, durch den Vorbau, in den Rahmen – zum Dämpfer, zur Gabel, zu den Bremsen, zur Sattelstütze. Aufgeräumter als beim 29-Sentiero-C3 könnte die Zugverlegung kaum realisiert sein. Das Ergebnis: ein cleaner Look, kein störendes Klappern. Der Trick: der spezielle FSA ICR Vorbau für innen verlegte Kabel.

Zitat von unserem Tester Noah Laschewski, Tester und Marathonfahrer:
«Das 29-Sentiero-C3 ist optisch wie in puncto Performance ein Highlight – ein exzellenter Klettermaxe, der mit harmonischem, sensibel ansprechendem Fahrwerk eine gute Traktion bietet. Auch die vielseitig einsetzbare Reifen-Kombi mit 2.25er Nobby Nic Snakeskins passt. Bergab hat das Bike viel Pep und reagiert fix. So lässt es sich agil auf den Trails dahintanzen. Nur bei Highspeed auf ruppigen Trails kommt das Bike an seine Grenzen.»

Fazit

Das 29-Sentiero-C3 ist enorm antrittsstark, leicht und traktionsstark. Der Anteil an XC-Race-Genen ist hoch, damit kommen auch Fahrer mit Rennambitionen auf ihre Kosten. 

Vergleich mit anderen Modellen

Modell Saison Preis Gewicht
Koba 29-Sentiero-C3 Aktuelles Produkt 2021 8'370.00 CHF 11 g
Bixs Sign X 2021 8'590.00 CHF 12 g Zum Test
Scott Spark 900 Tuned 2021 9'999.00 CHF 11 g Zum Test
BMC Fourstroke 01 LT one 2021 8'499.00 CHF 11 g Zum Test
Cannondale Scalpel Carbon SE 2 2021 4'899.00 CHF 12 g Zum Test
Giant Trance X Advanced Pro 1 2021 6'799.00 CHF 13 g Zum Test
Mondraker F-Podium Carbon DC 2021 6'199.00 CHF 13 g Zum Test
Orbea Oiz M PRO TR 2021 5'999.00 CHF 11 g Zum Test

Technische Daten

Produktbezeichnung
Koba 29-Sentiero-C3
Saison
2021
Gewicht
11 g
Preis
8'370.00 CHF
Herstellungsland
Hersteller-Webseite
Federweg vorn
120
Federweg hinten
120
Rahmenmaterial
bike-material-carbon
Federgabel
Fox 34 Step Cast Float Factory
Dämpfer
Fox Float DPS Factory
Schaltung
Shimano XTR 1x12
Bremsen
Shimano XTR M9100 (180/180 mm)
Kurbel
Race Face Next SL Carbon, 32 T
Laufräder
Toboga 935 Carbon
Reifen
Schwalbe Nobby Nic, 29 x 2.25
Lenker
FSA Carbon K-Force ICR
Vorbau
FSA ICR 70 mm
Sattel
Sella Italia SLR Titan
Produktkategorien
Trail-Bikes
Hersteller
Koba
Aktivitäten
Biken, Mountainbiken

Produktbilder und Detailaufnahmen

  • Koba 29-Sentiero-C3
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