Über Arschchumme und Pfulwe wandern, das klingt herb und rau. Und ist es auch. Zugleich ist die Route aber zum Niederknien schön. Nicht zuletzt bedeutet Pfulwe auf Walliserdeutsch Kissen. Was aber nichts mit weichen Polstern zu tun hat, sondern mit harter «Pillow-Lava» (Pillow = Kissen). Als Mitteleuropa noch unter einem Ozean lag, strömte Lava aus den Tiefen
der Erde heraus. Durch den Kälteschock des Wassers erstarrte die Gesteinsschmelze zu Kissen, die während der Alpenentstehung in die Höhe gelangten. Kenner finden diese Kissenlava nord- und südseitig unterhalb des Passes. Auf der Suche nach diesem Phänomen kommt aber ein anderes, sehr schweizerisches, dazwischen: das Matterhorn. Und damit nicht genug: Ein strahlendes Gebiss an Viertausendern blendet. Es gibt wohl keinen schöneren Zugang nach Zermatt. Doch Schritt für Schritt, schliesslich muss man sich an die Höhe anpassen und so verzichtet man lieber auf das Taxi zur Täschalp. Dafür schmeckt der frische Kuchen in der Europaweghütte umso besser. Die Täschhütte liegt eine Etage höher, auf einer Aussichtsterrasse par excellence: Golden färbt sich der Abendhimmel über Weisshorn, Schällihorn und Zinalrothorn. Wild und verwegen zeigt sich anderntags
der sogenannte Pfulweweg. Er führt über reissende Bäche und exponierte Schrofen. Und immerhin ganz lieblich: Am Wegessaum begleiten uns Meere von Edelweiss und anderen Naturwundern.
der Erde heraus. Durch den Kälteschock des Wassers erstarrte die Gesteinsschmelze zu Kissen, die während der Alpenentstehung in die Höhe gelangten. Kenner finden diese Kissenlava nord- und südseitig unterhalb des Passes. Auf der Suche nach diesem Phänomen kommt aber ein anderes, sehr schweizerisches, dazwischen: das Matterhorn. Und damit nicht genug: Ein strahlendes Gebiss an Viertausendern blendet. Es gibt wohl keinen schöneren Zugang nach Zermatt. Doch Schritt für Schritt, schliesslich muss man sich an die Höhe anpassen und so verzichtet man lieber auf das Taxi zur Täschalp. Dafür schmeckt der frische Kuchen in der Europaweghütte umso besser. Die Täschhütte liegt eine Etage höher, auf einer Aussichtsterrasse par excellence: Golden färbt sich der Abendhimmel über Weisshorn, Schällihorn und Zinalrothorn. Wild und verwegen zeigt sich anderntags
der sogenannte Pfulweweg. Er führt über reissende Bäche und exponierte Schrofen. Und immerhin ganz lieblich: Am Wegessaum begleiten uns Meere von Edelweiss und anderen Naturwundern.
Toureninfo
- Höhenmeter
- 1.750 hm 1.550 hm
- Dauer
- 13:00 h
- Schwierigkeit
- t4
- Einkehren / Unterkunft
- Täschalp: Europaweghütte (2225 m), geöffnet Ende Juni bis Ende September, Tel. 027 967 23 01, europaweghuette.ch
Täschhütte (2701 m), bewirtschaftet Ende Juni bis Anfang Oktober, Winterraum, Tel. 027 967 39 13, taeschhuette.ch
Berghotel Fluhalp (2620 m), geöffnet Ende Juni bis Ende September, Tel. 027 967 25 97, fluhalp-zermatt.ch
Weitere Bilder
Text: Iris Kürschner
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