Viamala – viabella

Viamala / GR

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Datum: 15.04.2017
Die «veia mala» – der schlechte Weg – hat seinen Schrecken schon längst verloren. Der rund acht Kilometer lange Wegabschnitt zwischen Thusis und Zillis-Reischen ist für den motorisierten Verkehr schon längst durch eine Reihe bestens ausgebauter Tunnels erschlossen. Wer allerdings auf der alten Strasse durch die Schlucht fährt, kann sich ohne viel Fantasie ausmalen, welch gefährliches Hindernis der tiefe Felsschlund für Reisende einst war. Geradezu lieblich nimmt sich dagegen die Montagna da Schons – der Schamserberg – aus, auf den man auf einer Asphaltstrasse mit moderater Steilheit hochfährt. Mit gemütlich ist es allerdings spätestens nach Mathon vorbei, wenn die letzten knapp 400 Höhenmeter zur Alp Summapunt bewältigt werden. Hier bleibt der Schnee im Frühling leeseitig noch relativ lange liegen – unbeeindruckt von der Tatsache, dass die südseitig ausgerichteten Alpwiesen rundherum schon längst saftig grün sind. Die ersten 200 Abfahrtsmeter legt man noch auf der gut ausgebauten Schotterstrasse zurück. Dass sich der Aufstieg trotzdem gelohnt hat, weiss man spätestens ab der Alp Valloia: In schier endlosen Spitzkehren – mit entsprechender Technik allesamt fahrbar, auch ohne das Hinterrad umzusetzen – zieht ab hier ein wunderschöner Singletrail bis in die Schlucht hinab. Kaum zu glauben, dass der Weg in diesem steilen und ausgesetzten Gelände fahrtechnisch derart einfach sein kann. Nur einige wenige Stellen zwingen weniger Geübte zum Absteigen. Erhöhte Aufmerksamkeit ist trotzdem jederzeit erforderlich, weil einige Stellen ziemlich exponiert sind. 
Toureninfo
Länge
23,40 km
Höhenmeter
1.100 hm 1.100 hm 
Dauer
04:00 h
Technik
3
Ausdauer
3
Ausgangs/Endpunkt
Ort XY

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Text: Jürg Buschor

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