Getestet

Im Test: Yeti SB150 T2

  1. Yeti SB150 T2
Datum: 01.09.2022

Praxistest & Erfahrungen

Wendiger Bomber
Die Erfolge auf den Enduro-Rennstrecken sprechen für sich. Das Yeti SB150 T2 lässt auf heissen Downhill-Ritten nichts anbrennen. Aber auch abfahrtsorientierte Tourer:innen und Bikepark-Fans dürfen sich die nicht mehr ganz neue, aber immer noch aktuelle Enduro-Waffe aus Kalifornien gerne näher ansehen.
 
Satte 29 Podiumsplätze bei der Enduro World Series und 34 Etappensiege lügen nicht. Das Yeti SB150 T2 giert nach Tempo. Teamfahrer Richie Rude shreddet auf dem langhubigen Twenty-Niner die härtesten Enduro-Kurse. Doch die Rennmaschine soll auch ambitionierten Freizeit-Bikern Fahrspass und Sicherheit auf dem Trail bieten. Technische Kennzeichen des Rahmens: ein langer Reach (480 mm), ein flacher Lenkwinkel (64,5 Grad) und ein steiles Sitzrohr (76,9 Grad). Gibt man dem Bike, was es braucht – Speed, raues Geläuf und ein bisschen Mut bei der Linienwahl –, fräst es mit beeindruckender Sicherheit und Laufruhe die Trails hinab. Dabei ist das Bike kein schwerfälliger Panzer. Je höher das Tempo, desto quirliger und agiler zeigt sich das SB150. 
 
Sportlich straffe Federung
«Hat viel Grip», «hält sicher Bodenkontakt», «liegt satt und ist trotzdem wendig» notierten die BORN-Tester:innen nach den Testrides in ihren Formularen. Schlüssel dazu ist einerseits die ausgewogene, laufruhige Geometrie, andererseits das effiziente Fahrwerk. Das Switch-Infinity-Hinterbausystem sorgt für ein feines Ansprechverhalten mit leicht progressiver Federrate. Ergebnis: Das Fahrwerk ist in genau richtigem Masse straff gefedert, was sich bei kraftvollen Antritten mit gutem Vortrieb auszahlt. Grössere Drops und Sprünge steckt das Bike souverän weg. Viel Schluckfreudigkeit verspricht auch die Fox Factory 38 Gabel mit reibungsarmer Kashima-Beschichtung und satten 170 Millimetern Federweg. Für ein zusätzliches Plus an Sicherheit und gutes Überrollverhalten sorgen die 29-Zoll-Laufräder. Das Bike ist serienmässig bestückt mit einem 2.5er Maxxis Assegai EXO+ Reifen und einem 2.4er Maxxis Minion DHR II EXO+. Bergauf ist das SB150 freilich keine Rakete, die 15 Kilogramm erfordern etwas Schmalz in den Beinen. Doch solange man nicht endlos Höhenmeter sammeln möchte und etwas Geduld hat, lassen sich auch Uphills gut meistern.
 
Massvoller Federweg
Am Hinterbau begnügt sich Yeti beim SB150 mit 150 Millimetern Federweg. Doch das reicht auch für knackige Downhills. Yeti-Chef Chris Conroy begründet das so: «Oft ist es bei langhubigen Bikes doch so, dass das letzte Viertel des Federweges entweder zu progressiv ist oder zu degressiv. Entweder verhärtet der Dämpfer und macht es schwer, den gesamten Federweg auszunutzen, oder das Setup ist zu soft, und der Dämpfer schlägt bei groben Stössen durch. Wir setzen auf 150 Millimeter – das reicht, wenn Hinterbau und Dämpfer top abgestimmt sind und gut funktionieren. Es kommt nicht auf die schiere Länge des Federwegs an, die Qualität zählt!» In der Tat gab es im Test bei sorgfältiger Einstellung des Fahrwerks keine Durchschläge. Das Bike findet bei Sprüngen nach der Landung blitzschnell wieder in die Idealposition und ist bereit für die nächsten Hindernisse. Mit der bissigen Sram Code Bremse mit 200-Millimeter-Bremsscheiben lässt sich das SB150 gut kontrollieren. Fein: Selbst auf rauem Terrain stört kein Klappern die Ruhe auf den Trails.

Zitat von unserem Tester, Gregor Arndt, steht auf Enduro-Strecken und epische Touren:
«Das Yeti SB150 ist ein Bike, das gefordert werden will und muss. Je mehr man Gas gibt, um so wohler fühlt man sich auf dem Rad. Es vermittelt viel Laufruhe und ist dabei trotzdem wendig. Ich würde es auf Enduro-Strecken genauso einsetzen wie im Bikepark oder auf Touren mit rauen Singletrail-Abfahrten.»

Fazit

Ein Top-Enduro für eine aggressive und schnelle Fahrweise, mit vielen Reserven und hoher Laufruhe bergab. Auch bergauf muss sich das SB150 dank solider Kletterqualitäten nicht verstecken. 

Vergleich mit anderen Modellen

Modell Saison Preis Gewicht
Yeti SB150 T2 Aktuelles Produkt 2022 8'890.00 CHF 13.900 g
Yeti SB150 T2 Aktuelles Produkt 2022 8'890.00 CHF 13.900 g
Im Test: Bixs Lane 160 2022 16 g Zum Test
Im Test: Pivot Mach 6 2022 14 g Zum Test
Im Test: Santa Cruz Bronson C 4.0 2022 14 g Zum Test
Im Test: Bixs Lane 160 2022 16 g Zum Test
Im Test: Pivot Mach 6 2022 14 g Zum Test
Im Test: Santa Cruz Bronson C 4.0 2022 14 g Zum Test

Technische Daten

Produktbezeichnung
SB150 T2
Saison
2022
Gewicht
13.900 g
Preis
8'890.00 CHF
Herstellungsland
Hersteller-Webseite
Federweg vorn
170
Federweg hinten
150
Rahmenmaterial
bike-material-carbon
Federgabel
Fox 38 Factory Grip2, 170 mm, 29"
Dämpfer
Fox Float X2 Factory
Schaltung
Sram X01 Eagle 12-fach
Bremsen
Sram Code RS/Centerline, 200 mm Rotors
Kurbel
Sram X1 Eagle 30T, 170 mm
Laufräder
DT Swiss Custom EX1700, 30 mm
Reifen
v: Maxxis Assegai 2.5 Exo+ h: Maxxis Minion DHR II 2.4 Exo+
Lenker
Yeti Carbon, 35x800 mm
Vorbau
Race Face Aeffect R 35x50 mm
Sattel
Silverado Custom
Produktkategorien
Enduro-Bikes
Hersteller
Yeti
Aktivitäten
Biken, Mountainbiken

Produktbilder und Detailaufnahmen

  • Yeti SB150 T2
    Yeti SB150 T2
    Yeti SB150 T2
  • Yeti SB150 T2
    Yeti SB150 T2
    Yeti SB150 T2
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    Yeti SB150 T2
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    Yeti SB150 T2
    Yeti SB150 T2
  • Yeti SB150 T2
    Yeti SB150 T2
    Yeti SB150 T2
Text: Outdoor Guide Redaktion

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