Die Geschichte von Kästle begann vor 100 Jahren in einer kleinen Wagnerei in Hohenems. Anton Kästle fertigte hier 1924 seine ersten Ski – in Kleinstproduktion und mit viel Handwerkskunst. Was als bescheidener Anfang begann, entwickelte sich im Laufe eines Jahrhunderts zu einer der bekanntesten Marken im Skisport.
Erfolgreiche Jahrzehnte in der Rennszene
In den 1950er Jahren rückte Kästle ins Rampenlicht der Skiwelt. Trude Jochum-Beiser holte 1952 die erste WM-Goldmedaille auf Kästle-Skiern, gefolgt von olympischen Erfolgen. Bis Mitte der 60er Jahre setzte über die Hälfte aller Rennläufer auf Kästle. Die Marke schrieb Geschichte mit Modellen wie dem Snow-King und Athleten wie Toni Sailer, Andrea Mead Lawrence und Pepi Stiegler.
Herausforderungen und Neuanfänge
Trotz sportlicher Höchstleistungen blieb Kästle wirtschaftlich nicht immer auf Erfolgskurs. Nach finanziellen Schwierigkeiten in den 1960er Jahren wurde das Unternehmen von Fischer übernommen, später von Benetton. Doch 1998 stellte Benetton die Produktion in Hohenems ein, und die Traditionsmarke verschwand fast von der Bildfläche. 2007 kehrte Kästle zurück – mit einem innovativen Ansatz und einer klaren Vision. Die neuen Eigentümer setzten auf Spitzentechnologie aus dem Rennsport, die sie in der Serienproduktion einsetzten. Besonders das patentierte Hollowtech, eine markante Aussparung in der Skischaufel, wurde zum Markenzeichen. Die Rückkehr nach Hohenems markierte einen weiteren Meilenstein. Hier befindet sich heute das Hauptquartier sowie das Race Department. Seit 2018 hat Kästle mit der Unterstützung des Mehrheitseigentümers ConsilTech einen neuen Produktionsstandort in Tschechien aufgebaut. Neben Ski produziert Kästle mittlerweile auch Boots und seit diesem Jahr sogar E-Bikes. Auch sportlich ist Kästle wieder ganz vorne dabei. Mit Weltklasse-Athletinnen wie Ilka Stuhec und Ester Ledecka setzt die Marke alte Traditionen fort und feiert Erfolge im alpinen und nordischen Skiweltcup.
Michael «Schumi» Schumacher vertraute auf kästle.
Handwerksstätte oder Skiwerkstatt?
Kästle zurück auf dem Podium.
Auch Reinhold Messner schätze die vorarlberger Gleithölzer.
Ein besonderes Jubiläum
Ende September öffnete Kästle seine Tore in Hohenems, um gemeinsam mit Fans, Athletinnen und Wegbegleiterinnen 100 Jahre Skigeschichte zu feiern. Ein stolzer Blick zurück, doch genauso ein Schritt nach vorn – ganz im Zeichen von Innovation und Qualität.
www.kaestle.com
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