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Ski-Transalp – Durchs Variantenreich

Flottes FInale: Pulver auf den Nordhängen am Hochalpsee zwischen Arlberg und Allgäu
Ski-Transalp – Durchs Variantenreich
Text: Christian Penning | Fotos: Christian Penning | Datum: 15.11.2019
Ski-Transalp – Durchs Variantenreich
Eine Alpenüberquerung mit Ski – geht das? Sogar ganz gut. Mit Liftunterstützung ist das Vorhaben auch zu meistern, wenn man sich selbst nicht zu den Konditionswundern zählt. Ein Freetouring-Abenteuer von der Bernina bis zum nördlichen Alpenrand.
Ski-Transalp – Durchs Variantenreich
Wo geht’s denn hin?», fragt ein Herr mit graumeliertem Schopf in der ersten Gondel von St. Moritz ins Skigebiet Corviglia. «Ach, ins Kleinwalsertal», sagt Luggi ganz beiläufig. Der tiefgebräunte Senior mit Carving-Ski im Arm schiebt seine Sonnenbrille im Porsche-Design etwas tiefer und lugt Luggi ungläubig an. Auch wenn die dunklen Gläser seine Mimik weitgehend kaschieren, ist unverkennbar: Der Mann macht grosse Augen. «Das sind ja üb’r 150 Kilomet’r!» rechnet er laut vor. «Deshalb lassen wir uns ja auch ein paar Tage Zeit», ruft ihm Luggi beim Ausstieg aus der Gondel augenzwinkernd zu. Während unten im Tal sich mancher erst aus den Feder wälzt, legen Louis und Luggi am Trais Fluors Hochplateau hoch über Celerina schon die Steigfelle an. In einem weiten «S» spuren sie hinauf zu einem Joch, der Fuorcla Valletta. «Wow! So kann der Tag beginnen», meint Louis. Nur eine gute Viertelstunde vom Skigebiet entfernt ist weit und breit keine Spur zu sehen.

Kaum eine Wolke zieht über den blauen Himmel. Eine Wiedergutmachung für den durchwachsenen Starttag gestern? Feiner Pulver, wilde Gletscher – die Ski-Transalp sollte gleich mit einem Ausrufezeichen beginnen. Mit einer Abfahrt vom Piz Palü. Doch schon im Morgengrauen fauchen heftige Windböen um das Berghaus Diavolezza. Eine mächtige Föhnwalze von den Palü-Pfeilern bis zum Piz Bernina vereitelt alle hochtrabenden Pläne. Jetzt dort hinauf? Das wäre sinnlos und gefährlich. «Eine Alpenüberquerung mit Ski erfordert viel alpinistische Erfahrung. Wetter, Schneesituation und Lawinengefahr realistisch einschätzen zu können und entsprechend zu reagieren, ist unverzichtbar», erklärt Gian Luck, Leiter der Bergschule Pontresina. Vor ein paar Tagen hatte er noch grünes Licht gegeben, die Bedingungen seien gut, meinte er. Doch dass eine Transalp auch Improvisationstalent verlangt, werden wir in den nächsten Tagen noch öfter erfahren. Von unserem Startpunkt an der Diavolezza wollen wir in sechs Tagen bis an den Alpennordrand bei Oberstdorf. Immer wieder werden Bergbahnen die Aufstiege verkürzen. Das spart Zeit und erhöht den Abfahrtsspass. Trotzdem soll die Route regelmässig in versteckte Bergregionen führen.
Lagebesprechung – Je nach Wetter und Schneeverhältnissen wird die detaillierte Streckenführung täglich angepasst.
Ski-Transalp – Durchs Variantenreich
Lagebesprechung – Je nach Wetter und Schneeverhältnissen wird die detaillierte Streckenführung täglich angepasst.
Gute Aussichten. Wie hier zwischen Davos und Sapün locken auf einer Ski-Transalp jede Menge Varianten – entsprechende Erfahrung vorausgesetzt.
Ski-Transalp – Durchs Variantenreich
Gute Aussichten. Wie hier zwischen Davos und Sapün locken auf einer Ski-Transalp jede Menge Varianten – entsprechende Erfahrung vorausgesetzt.

Modernes alpines Abenteuer

Genau das ist ein Grund, weshalb Alpenüberquerungen mit dem Mountainbike oder zu Fuss längst ein Klassiker sind. Schon die Routen im Sommer auf vorgegebenen Wegen sind eine Herausforderung. Eine Transalp auf Ski setzt da noch einen drauf: ein modernes alpines Abenteuer – kalkulierbar, aber doch voller Unwägbarkeiten und Überraschungen. Unsere Route führt über weite Strecken durch hochalpines Terrain, in dem man sich, abhängig von Schnee- und Wetterbedingungen, auf eigene Faust die Ideallinie suchen muss. Und so bleibt es am ersten Tag bei einer windigen Tour an den Graten des Munt Pers' oberhalb des Morteratschgletschers.

Doch zurück zur Fuorcla Valletta. Luggi und Louis stapfen am Grat entlang bergauf in die unberührte Nordflanke der Trais Fluors. Der Name der drei Felsspitzen stammt aus dem Rätoromanischen und heisst so viel wie «Drei Blumen». Wenig später ziehen sich von diesen drei Blumen einsame Spuren ins Valletta da Bever – wie ein Band, das sie zu einem Strauss verbindet. «Flower-Power-Powder, was für ein Run», grinst Luggi, als er in einer Senke abschwingt. Schon jetzt zahlt sich unsere unkonventionelle Strategie bei der Tourenplanung aus. Anstatt von Nord nach Süd – wie bei Transalps oft üblich – bewegen wir uns in umgekehrter Richtung. Vorteil: Die Abfahrten verlaufen oft nordseitig und bieten, obwohl es seit Tagen nicht mehr geschneit hat, gute Chancen auf Pulverschnee. Zusätzlich reduziert sich die Gefahr, bei warmem Wetter spät am Tag in aufgeweichte, lawinengefährdete Südhänge zu geraten.

Bald wird das Gelände wieder steiler. Beim Slalom durch den abschüssigen Wald hinab zum Bahnhof Spinas brennen die Oberschenkel. Schweisstropfen quellen unter dem Helmrand hervor – trotz frostiger zehn Grad minus. Ein paar Minuten bleiben noch, ehe der Zug nach Davos in den alten Bahnhof einfährt. Schnell noch ein Espresso im Gasthaus Spinas. «Das urige Gebäude mit der 100 Jahre alten Kegelbahn ist eines der letzten vom ehemaligen Barackendorf, das zum Bau des Albulatunnels angelegt worden war», erzählt Wirt Roland Gruber. «Solch kleine Entdeckungen machen eine Alpenüberquerung aus», meint Louis. «Zu einer Transalp gehört für mich auch, neue Ecken der Alpen kennenzulernen, in die man sonst nicht so leicht kommt.» Roland nickt. Dann deutet er auf die Uhr. Der Zug!
Für die Seele – Den Tag perfekt ausgenützt bis zum letzten Sonnenstrahl
Ski-Transalp – Durchs Variantenreich
Für die Seele – Den Tag perfekt ausgenützt bis zum letzten Sonnenstrahl
Genauso spektakulär wie die Skiabfahrt nach Spinas ist die Fahrt mit der Rhätischen Bahn nach Davos. Die Albulalinie ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Mit 144 Brücken und 42 Tunnels und Galerien zählt sie zu den spektakulärsten Schmalspurbahnen der Welt. Im Greifensteintunnel bei Filisur drehen die Gleise eine komplette 360-Grad-Schleife. Gibt es noch etwas, was die Erlebnisse dieses Tages toppen kann? Ja! Zur Krönung schnallen Luggi und Louis nach ein paar Freeride-Abfahrten rund um Davos am Weissfluhgipfel noch einmal die Ski an. Die Sonne steht schon tief. Anstatt auf der Ostseite nach Davos, ziehen die beiden in weiten Schwüngen auf der Südwestseite hinab ins Sapün. Ein Run wie eine Zeitreise. Auf gut 1800 Metern Höhe liegt in dem versteckten Hochtal das Berghaus Heimeli. Kein Weg, keine Strasse führt im Winter hier herauf. Die wettergegerbte Holzfassade wirkt, als wäre die Zeit vor 300 Jahren stehengeblieben, als die Erbauer des «Heimeli» hier einen Bergbauernhof errichteten. Ächzende Holzdielen, Bergsteigerausrüstung aus Grossvaters Zeiten, ... auch drinnen atmen Stube und Zimmer den Charme der Vergangenheit. Einen Gang nach dem anderen tischt Koch Markus auf: Capuns, Pizzoccheri und Krautpizokel. «Aus heimischen Zutaten und nach alten Bündner und Engadiner Rezepten», erklärt er. Zusammen mit edlen Weinen ein Verwöhnprogramm für den Gaumen. Und natürlich ist auch das Brot zum Frühstück selbst gebacken.
Fette Lines – Auf der Rückseite des Weissfluhgipfels warten unverspurte, wilde Bergflanken.
Ski-Transalp – Durchs Variantenreich
Fette Lines – Auf der Rückseite des Weissfluhgipfels warten unverspurte, wilde Bergflanken.
Ski-Transalp – Durchs Variantenreich
Erste Hilfe
So wie die Bergapotheke für den Mensch, gehört auf Skitour auch ein kleines Erste-Hilfe-Set für das Material in den Rucksack. Kabelbinder, Notfall-Patches für Klebefelle, etwas Panzertape, ein Stück Draht, Reepschnur und ein ordentliches Taschenmesser mit Spitzzange wiegen nicht viel, können aber gerade auf Durchquerungen ohne Talabfahrt die Tour retten. Spezialtipp: Ein defekter Reissverschluss-Schlitten lässt sich mit den praktischen Ersatz-Zippern von Munkees reparieren.
Munkees, Fixnzip M, CHF 12.90

K(l)eine Katastrophen

Da fällt es am nächsten Morgen nicht leicht, wieder in die Skischuhe zu steigen – zumal draussen die Sicht gleich null ist. Nebelschwaden ziehen um die Hütte. Doch wir drei Skinomaden müssen weiter – und werden belohnt. Nach zwei Stunden Aufstieg reisst am Gipfel der Zenjiflue die Wolkendecke auf. Perfekt für die nächste Abfahrt. Was für ein Tag! Das denkt sich auch Louis. Erst geht der Reissverschluss seiner Skijacke kaputt. Dann bricht auf der Abfahrt auch noch sein Skistock. «Zum Ko...!» Der Nachmittag ist schon fortgeschritten. Und es steht noch ein längerer Aufstieg von St. Antönien zur Carschinahütte an. Am nächsten Tag dann der Übergang übers Drusator ins Montafon. Mit derart ramponierter Ausrüstung? Was, wenn ein Sturm aufzieht? Es ist Sonntag. Und auf die Schnelle lässt sich kein Ersatz für die defekten Teile organisieren. Wir haben schon viel Zeit verloren. Auch Materialdefekte können Transalp-Pläne durchkreuzen. Bald wird es dunkel. Louis bleibt optimistisch. «Unsere Nudeln können wir im Winterraum der Hütte zur Not auch noch um Mitternacht kochen.» Doch keiner kennt die momentanen Bedingungen für den Übergang ins Montafon am nächsten Tag genau. Der Wetterbericht kündigt Temperaturen von unter minus 20 Grad an. Also, Lagebesprechung. Wir entscheiden uns für eine weniger abenteuerliche Variante, übernachten in Klosters.

Knackig kalt, aber sonnig. Der folgende Tag beginnt verheissungsvoll. Doch die nächste Überraschung bahnt sich bereits an. Während Luggi und ich zum Madrisahorn aufsteigen, schiebt sich eine Nebelbank über die Grate nördlich der Madrisa. Louis hat bereits den direkten Weg ins Montafon eingeschlagen, um in Gargellen eine neue Jacke zu organisieren. Eine Weile später klingelt das Handy. Louis ist dran. «Habt ihr gute Sicht?», fragt er mit leicht ironischem Unterton und verrät dann etwas verlegen: «Ich bin im Nebel ins falsche Tal abgebogen.» Statt im Montafon ist er in St. Antönien im Rätikon gelandet. Seine Beschäftigung für den Rest des Tages: Bus- und Zugfahrpläne studieren und mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Zürs am Arlberg kutschieren, wo wir uns abends treffen wollen. Wenn mal etwas schief geht, dann wohl richtig. Auch Luggi und ich haben bald mit dem Nebel zu kämpfen. Im vorderen Teil des Montafons am Kreuzjoch sehen wir kaum die Hand vor den Augen. Statt tolle Freeride-Hänge zu surfen, tasten wir uns auf Pisten und durch Waldschneisen voran. Im Vergleich zu den Hürden, die Hannibal bei seiner Alpenüberquerung nehmen musste, sind das wohl Luxusprobleme. Lange galten die Alpen als unüberwindbares Hindernis, bis der karthagische Heerführer 218 v. Chr. bei seiner Überquerung mit 50ˇ000 Soldaten, 9000 Reitern und 37 Elefanten im Schlepptau die Welt eines Besseren belehrte. «Ach, gegen Hannibals Gewaltmarsch ist unser Trip immer noch gemütlich», lacht Louis abends beim Bierchen in Zürs.

Gemütliche 24,8 Grad minus. Die Sesselliftfahrt am nächsten Morgen in Zürs wird trotz Sitzheizung ein frostiger Kaltstart. Oben in der Senke des Pazieltals sind es wohl um die minus 30 Grad. Der eisigste Tag des Winters. Nach nur einer Abfahrt ist die Gesichtsmuskulatur wie gelähmt. Sprechen kaum noch möglich. Die Freeride-Runde von Zürs nach Lech ist gestrichen. Um uns aufzuwärmen, entscheiden wir uns für einen längeren Aufstieg zur Wösterspitze. Das funktioniert im geschützten Bergkessel ganz gut. Doch oben am Grat schlägt der stramme Ostwind wieder zu. Selbst im Aufstieg, drei Jacken übereinander, mit Helm und Gesichtsmaske, ist es einfach nur kalt. «Mit Windchill hat sich das wie minus 43 Grad angefühlt», rechnet Luggi abends mit einer App am Smartphone aus.
Hüttenabend – Nach einer anstrengenden Tour schmecken Capuns und Pizzoccheri doppelt gut.
Ski-Transalp – Durchs Variantenreich
Hüttenabend – Nach einer anstrengenden Tour schmecken Capuns und Pizzoccheri doppelt gut.
Heimelig – Der Name im Berghaus Heimeli im Sapün ist Programm.
Ski-Transalp – Durchs Variantenreich
Heimelig – Der Name im Berghaus Heimeli im Sapün ist Programm.
Eiseskälte – Bibbern bei den Abfahrten rund um die Wösterspitze zwischen Zürs und Lech
Ski-Transalp – Durchs Variantenreich
Eiseskälte – Bibbern bei den Abfahrten rund um die Wösterspitze zwischen Zürs und Lech

Faszination Einsamkeit

«Morgen wird es eine Spur milder», verspricht der einheimische Bergführer Sepp Staggl, den wir beim Abendessen in Schröcken an der Nordseite des Arlbergs treffen. Und er hat einen Tipp auf Lager: eine anspruchsvolle Rinne auf der Nordwestseite des Widdersteins runter ins Kleinwalsertal. Ironisch neckend, mit Anspielung auf unsere bisherigen Erlebnisse, zwinkert er Louis zu: «Die Krönung, zum Abschluss!» Der nächste Tag hat einen regelrechten Wärmeeinbruch parat – minus 15 Grad. Die wirken bei Windstille und Sonne tatsächlich angenehm. Luggi legt die Spur – vom Hochtannbergpass hinauf zum Hochalppass am Fusse des Widdersteins. Noch einmal staubt der Pulver in den Nordhängen, dann ist nach einer kurzen Querung der Einstieg zu Sepps Rinne erreicht. Und damit die nächste Überraschung. Kopfgrosse, hartgefrorene Brocken aus Lawinenschnee füllen das Couloir. Das also ist das abschliessende Highlight? «Unfahrbar!», urteilt Louis beim Blick in die Tiefe. Zum Glück gibt es noch eine alternative Route – weniger spektakulär, aber wenigstens mit Pulverschnee. «Solche Alternativrouten sollte man bei jeder Transalp-Route in der Hinterhand haben», rät Bergführer Gian Luck. Immerhin müsse man auch mit Schlechtwettereinbrüchen oder steigender Lawinengefahr durch hohe Temperaturen rechnen. Und dann seien möglichst sichere Varianten und Rückzugsrouten in besiedelte Täler wichtig.

«Obwohl wir auf den letzten Etappen viele Skigebiete gestreift haben, waren wir verblüffend einsam unterwegs», überlegt Louis vor der letzten Abfahrt dieser Transalp. Sein Blick streift von der Kanzelwand bei Oberstdorf nach Süden. «Wie viele Bergketten haben wir in den vergangenen sechs Etappen wohl überquert?», fragt er Luggi. Eine Woche voller faszinierender Momente geht zu Ende. Sechs Tage, garniert mit ein paar abenteuerlichen Überraschungen – den würzigen Zutaten für eine unvergessliche Entdeckertour. Die letzten Schwünge führen hinab nach Oberstdorf. Die Gedanken sind längst bei der nächste Alpenüberquerung – natürlich wieder im Winter.
«Mit Windchill-Faktor hat sich das  an den Graten oberhalb von Zürs wie minus 43 Grad angefühlt.»
Stimmungsvoll – Eine Transalp auf Ski heisst: eine Woche voller unvergesslicher Momente.
Ski-Transalp – Durchs Variantenreich
Stimmungsvoll – Eine Transalp auf Ski heisst: eine Woche voller unvergesslicher Momente.
8 gute Gründe für eine Ski-Transalp

EIN KLARES ZIEL
Sicher, eine einwöchige Ski-Transalp ist eine Herausforderung: körperlich, was alpine Erfahrung und Improvisationsvermögen betrifft. Aber gleichzeitig ist sie auch Motivation. Man steckt sich ein klares Ziel, das man Schritt für Schritt erreichen und bewältigen will – von der Vorbereitung bis zur Ankunft am Ziel. Bei mangelnder Vorerfahrung ist es auf jeden Fall ratsam, sich für eine solche Unternehmung, bei der man oft in unbekanntem, hochalpinem Terrain unterwegs ist, einen Bergführer zu buchen.

SPANNUNG
Eine Ski-Transalp ist extrem vielseitig. Die Herausforderungen, die Schneebedingungen, die Landschaft und das Wetter wechseln. Immer wieder kommt man an Orte, die man auf normalen Tagestouren vielleicht nie erreicht hätte.

SPASS IN DER GRUPPE
In einem guten Team macht eine Ski-Transalp doppelt Spass, man motiviert sich gegenseitig und kann die Eindrücke unmittelbar teilen. Und aus Sicherheitsgründen sollte man ein solches Projekt sowieso besser nicht alleine angehen.

ENTSCHLEUNIGUNG UND INTENSIVE SELBSTERFAHRUNG
Kein Tag ist wie der andere. Auf einer Ski-Transalp erlebt man in ein paar Tagen so viel wie sonst nur in einem ganzen Winter. Wetter und Schneebedingungen geben den Takt vor. Manche Passagen durch einsame Bergregionen sind wie eine erfrischende Meditation.

WENIGER IST MEHR
Man ist mit minimalem Gepäck unterwegs und merkt schnell: Alles andere ist überflüssiger Luxus. Bei Übernachtungen in den Tälern muss man trotzdem nicht auf Komfort verzichten.

DAS GUTE GEFÜHL, ANZUKOMMEN
Geschafft! Im Ziel darf jeder ein bisschen stolz auf seine Leistung sein. Aber nicht nur das physische Ankommen zählt. Am Ende hat man auch das Gefühl, mental anzukommen: Der Körper mag müde sein. Der Kopf ist frisch wie selten zuvor.

SCHLEMMEN OHNE SCHLECHTES GEWISSEN
Es ist wahrlich kein Geheimnis: Wenn man den ganzen Tag auf Ski steht und auch noch so manchen Höhenmeter aus eigener Kraft aufsteigt, schmecken das Menü am Abend oder die Nusstorte auf der Hütte besonders gut – und man muss keinen Bissen davon bereuen. 

PERFEKTES FITNESS-TRAINING
Die Toureneinheiten auf der Ski-Transalp sind ein effektives Ganzkörpertraining. Die Abfahrten ein ideales Krafttraining. So ist man nach der Durchquerung definitiv fit für ambitionierte weitere Skitourenprojekte im Frühjahr. Zur Vorbereitung lohnt sich die eine oder andere Tagestour.

Abkürzung – Mit der Albulabahn geht's von Spinas im Engadin nach Davos.
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Abkürzung – Mit der Albulabahn geht's von Spinas im Engadin nach Davos.