Von der Schweiz nach Schweden
Entspannt, aber zügig, geht es auf der verschneiten Eisfläche voran. Matthias führt unsere fünfköpfige Gruppe an – ausser mir sind noch Gerald und Annett dabei, ein Paar aus Deutschland, das den Winter über bei den Schnyders mithilft, sowie Angelo und Carmen aus der Schweiz. Als wir vom Fluss abbiegen, wird das Gelände zunehmend steiler. Immer häufiger helfen wir mit, holen in der Fahrt mit einem Bein Schwung oder laufen zwischen den langen Schlittenkufen mit. Stück für Stück arbeiten wir uns so den Berg hinauf und geraten unter unseren dicken Parkas ordentlich ins Schwitzen. Doch die Mühe lohnt: Oben erwartet uns eine weite, einsame Hochebene, hier und da stehen schmale Fichten, mal vereinzelt, mal zu kleinen Wäldern zusammengeschlossen. Tief unter dem Schnee verborgen schlummern Seen. Schöner liesse es sich kaum erträumen. Obwohl die Sonne scheint, zwingt uns ein kalter Wind, die Kapuzen tief ins Gesicht zu ziehen. Plötzlich bremst Matthias und deutet auf frische, handgrosse Spuren im Schnee. «Ein Vielfrass», erklärt er. Die kleinen, kräftigen Raubtiere halten keine Winterruhe, sondern durchstreifen weiter ihr einige Hundert Quadratkilometer grosses Revier. Zu Gesicht bekommt man sie nur selten.
Rast in der Sonne
Am Nachmittag geht es merklich bergab. Die Schlitten gleiten mühelos dahin, die Hunde preschen voran. Immer dichter stehen jetzt die Bäume, tief beastete Fichten säumen unsere Spur. Links, rechts, leicht bremsen, wieder laufen lassen: Hochkonzentriert manövrieren wir die Schlitten durch die engen Kehren. Dann lichtet sich der Wald: Silbrig-weisse Birken «mustern» uns aus dunklen «Augen», ausgeprägten Astnarben. Sonnenstrahlen fallen durch die winterkahlen Kronen und bringen die Schneekristalle am Boden zum Funkeln. Viel zu schnell ist die Fahrt durch diesen «Zauberwald» zu Ende: Vor uns liegt ein zugefrorener Fluss, der Laisälven. An seinem Ufer steht ein Tipi – unser Tagesziel.
Die Hunde sind optimal an Kälte angepasst. Die Pfoten sind klein und kompakt, wodurch der Wärmeverlust verringert wird. Ihr Fell setzt sich aus zwei Schichten zusammen: aus feiner Unterwolle, die bei Bewegung Wärme aufbaut, und aus robustem, wasserabweisendem Deckhaar, das verhindert, dass die Wärme verloren geht. Der buschige Schwanz des Huskys enthält dagegen (fast) keine Unterwolle. So bekommt der Hund auch dann ausreichend Luft, wenn er sich im Schnee zusammenrollt und seine Nase unter der Rute versteckt; Schneeflocken werden abgehalten, die Atemluft wird leicht vorgewärmt.
Waffeln und Geschichten
Eine kalte Nacht
Weitere Artikel und Tests
-
SoftshelljackenAusprobiert
Odlo Transition Softshell Langarmhemd
Das Transition Softshell Langarmhemd ist eine leichte Softshell für wechselhafte Bedingungen und den vielseitigen Einsatz zwischen Alltag und Outdoor. Statt einer klassischen Softshelljacke erinnert [..]
Zum Test130.00 CHF2026217 g -
HardshelljackenGetestet
Martini Hillclimb HS Hooded Jacket M
Die Hillclimb HS Hooded Jacket M von Martini gehört zu den Hardshells, die man kaum im Rucksack bemerkt. Sie ist sehr leicht, lässt sich ausgesprochen klein zusammenlegen und richtet sich an Wanderer [..]
Zum Test489.00 CHF2026231 g -
SchlafsäckeAusprobiert
Deuter Astro Pro 600
Der Deuter Astro Pro 600 ist ein warmer 4 -Jahreszeiten Daunenschlafsack für Trekking, Berg- und Skitouren bei kalten Bedingungen. Er kombiniert hochwertige Daune mit der elastischen [..]
Zum Test499.90 CHF2026, 2026/271.220 g -
E-BikesGetestet
Specialized S-Works Turbo Levo R im Test
Mit dem S-Works Turbo Levo R schickt Specialized einen leichten Bruder des bulligen Levo 4 auf die Trails. Mit weniger Federweg, weniger Gewicht und demselben kraftvollen Antrieb versprechen die [..]
Zum Test13'999.00 CHF202621.200 g