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Le Coq sportif

Le Coq sportif
Text: Jürg Buschor | Datum: 15.04.2013
Le Coq sportif
Hahnen: Sportliche Bergtour über Engelberg

km

1480 hm  1610 hm

07:30 h

t5
Engelberger sind ja Spassvögel, mit ihren Flurnamen. Alleine schon Engelberg: himmlisch. Oder Titlis: Soll von Tüttels abstammen, eine frühere Bezeichnung für einen hervorragenden Teil der weiblichen Anatomie. Weiter gibt’s: Schlegi und Stritboden. Hell und Ölberg und Bethlehem. Bettlerstock und Rosenbold. Ober Nasen und Schnuderen. Dagenstal. Die Tiere sind auch alle da, in der Landschaft und auf der Landkarte, und zwar nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Rind und Chalb und Chue, Ross, Gemse, Geiss und Schaf. Nein, es gibt auch Hundschuft, Müsli, Fröschwang, Schlangen, Vogelsmatt, ja gar einen Tiergarten, und weiter unten, etwas versteckt, heisst es dann Wolfenschiessen. Aber der prominenteste von allen ist der Gockel. Der Güggel, der in seiner versteinerten Gestalt über allem thront, auch über dem Ende der Welt (selbst das haben sie, die Engelberger). Also wandern wir tatsächlich ans Ende der Welt und von dort gleich weiter: Die sportliche Reise führt auf des Hahnen Kamm.
Toureninfo

Mehrere abschüssige Querungen und Schrofenabschnitte, zum Teil sehr steiles Gelände. Die meisten schwierigen (und auch einige einfache) Stellen sind durch Fixseile entschärft. Achtung: Die im Aufstieg begangenen Passagen müssen dann auch im Abstieg bewältigt werden! Viel herumliegendes Geröll, Vorsicht vor Steinschlag, insbesondere wenn andere Leute unterwegs sind (evtl. Helm mitnehmen).

 Gasthaus in Hinter Horbis (www.ende-der-welt.ch, Tel. 041 637 47 87). In Engelberg zahlreiche Restaurants: zum Beispiel das Yucatan gleich beim Bahnhof, wo es passend zum Hahnen auch Fajitas con pollo oder Perlhuhnbrüstchen gibt.

www.engelberg.ch

Hinter Horbis – Pfaffen – Zieblenzopf – Ober Zieblen – P. 1909 – unter dem Chli Hahnen hindurch – südwestlich von P. 2285 bei einem Steinmann auf ca. 2180 m nach links ansteigen – den Spuren, Seilen und Steinmännchen folgend zum Hahnenband hinauf – am Fuss der Ostwand von P. 2593 zu einer steilen Kehle – diese hoch und zum Gipfel des Hahnen. Abstieg auf gleicher Route bis Ober Zieblen, dann via Unter Zieblen – Holzkapelle nach Engelberg zurück.

VARIANTE Wir sind mal via Hinter Schafberg zum Fulenwasser abgestiegen, mit dem Ziel, eine Schwachstelle im Felsband zu finden und ins Dagenstal zu gelangen. Geht aber nicht. Auch dann nicht, wenn man 40 Meter Seil dabei hat und willig ist, etwas Abseilakrobatik einzulegen. Was geht (haben wir gemacht), aber nicht empfehlenswert ist (würden wir nicht mehr machen): der Abstieg via Chüenisberg nach Ober Zieblen.

AUSGANGSPUNKT
Hinter Horbis (1131 m), auch Ende der Welt genannt. Dorthin gelangt man vom Bahnhof Engelberg zu Fuss (50 Min.), oder in der halben Zeit mit dem Ortsbus, per Bike oder per Taxi

ENDPUNKT
Bahnhof Engelberg (1000 m).