Bergsteigen am Altmann via Schaffhausenkamin
Bergsteigen am Altmann via Schaffhausenkamin
 Datum: 15.04.2017  Text: Niki Huywler 

Durch engen Fels

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Durch engen Fels

Höhenmeter: 

2120 hm  600 hm

Dauer: 

08:00 h

Schwierigkeit: 

t5

Ein alter Mann aus Schaffhausen? Und was soll das mit dem Kamin? Der Gipfelname Altmann stammt vom romanischen Altus Mons, was hoher Berg bedeutet. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit über Altmon der Altmann. Der Altmann (2435 m) ist nach dem Säntis der zweithöchste Berg im Alpstein und der Appenzeller Alpen. Viel bestiegen über die Normalroute, bietet dieser formschöne Gipfel via dem Schaffhauser Kamin eine hübsche und lohnende Alternative zum Normalanstieg auf den Altmann mit kurzer kniffliger, jedoch nicht ausgesetzter Schlüsselstelle. Dieser Gipfel hat aber noch viel mehr parat: für Liebhaber von einfacheren, gut gesicherten Routen zum Beispiel den West- oder Ostgrat. Auch härtere Sportkletterrouten sind vorhanden. Freunde alpinistischer Klettereien kommen im Südkamin oder eben im Schaffhauserkamin auf ihre Kosten.

Route

Am schönsten ist der Start von Wildhaus aus via Flüretobel. Danach alpin über Jöchli und weiter den Nädeliger Grat. Oder etwas schneller und einfacher über die Zwinglipasshütte, wo man sich nochmals stärken kann, bevor die Kraxelei beginnt. Der Einstieg zum Schaffhauserkamin befindet sich beim Rässeggsattel, also in der Einsattelung zwischen Rässegg und Altmann. In den ersten Metern im Kamin befindet sich die rot aufgemalte, schon etwas verwaschene Bezeichnung «Sch. k.», die den Einstieg markiert. Die Schlüsselstelle befindet sich ziemlich am Anfang des Kamins, es sind zwei kurze II.-III.er Kletterstellen, die auch durch Sicherungen und Fixseile entschärft werden können, Ringe sind vorhanden. Nach den ersten Schwierigkeiten geht es einfacher weiter. Dabei sollte man darauf achten, den eigentlichen Kamin nicht nach links oder rechts zu verlassen. Dem Kamin teilweise in Gehgelände bis auf den Ostgrat folgen. Über diesen dann nochmals durch einen Kamin in leichter Kletterei zum Gipfelkreuz des Altmann. Vorsichtiger beim Abstieg auf den Altmannsattel (2368 m). Er führt über polierte, rutschige Platten. Eisenstäbe markieren den Weg.

AUSGANGS- UND ENDPUNKT
Gute ÖV-Tour von Wildhaus Post und runter mit der Säntis-Bahn zur Schwägalp. Ansonsten nach dem Altmann runter zum Rot­steinpass und so via Schaffboden zurück nach Wildhaus

Toureninfo

Tourencharakter

T5 Klettern bis ll. Der Fels ist insgesamt sehr fest. Alpine Absicherung an Fels mit Schlingen vorhanden. Vorsicht bei Nässe! Helm ist zu empfehlen.

Weitere Informationen

www.saentisbahn.ch