Erste Eindrücke im Praxistest
Die ultraviolette Strahlung nimmt pro 1000 Höhenmeter um etwa zehn Prozent zu. Eine gute Gletscherbrille gehört deswegen nicht nur zur Pflichtausrüstung aller Bergsportler, sondern ebenso zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA), die wie Kletter- oder Hochtourenausrüstung bestimmten Normanforderungen entsprechen muss.
Und auf welch hohem technischen Niveau Gletscherbrillen dabei heute sind, beweist der französische Brillenspezialist einmal mehr mit seinem neu überarbeiteten Klassiker «SHIELD M». Nach wie vor ist die leistungsstarke Gletscherbrille der Kategorie 2 bis 4 für den Einsatz im Hochgebirge geeignet. Zudem kommt – wie von Julbo gewohnt – die bewährte Reactive Technologie zum Einsatz: Die selbsttönenden Gläser können sich je nach Lichtstärke von selbst eindunkeln oder wieder aufhellen und dank der polarisierenden Scheiben kann Lichtflexion von reflektierenden Oberflächen weggefiltert werden. Damit gewährleisten die Gläser bei fast jedem Wetter eine gute Sicht. Die High Mountain Variante kommt ausserdem mit einer braunen Grundtönung der Scheiben, die speziell für den Einsatz im Gebirge entwickelt wurde. Dass die Technologie hervorragend funktioniert, hat die Shield M im Test bewiesen und vor allem beim Skitourengehen im vergletscherten Gelände gepunktet: Während des frühmorgendlichen Starts waren die Gläser nicht zu dunkel, in der Mittagssonne nicht zu lichtdurchlässig. Auch bei diffusem Licht oder Wolken haben sich die Gläser erstaunlich schnell immer wieder angepasst.
Neu ist die Passform, die speziell für Frauen und Männer mit schmaler Gesichtsform entwickelt wurde. Hier empfiehlt sich die Brille beim Fachhändler vorher anzuprobieren: Trotz des eher schmalen Gesichts der Testerin ist die Shield M fast schon zu eng gewesen. Besonders mit dem Tragen eines Stirnbandes drückten die gewölbten Grip Tech-Bügel an den Seiten. Mit «schmal» meint Julbo demnach wirklich schmal! Dasselbe gilt bei der Grösse der Gläser sowie den rutschfesten Nasensteg, die ebenfalls sehr klein ausfallen. Sofern die Grösse aber passt, ist die Gummierung am Nasensteg und Brillenbügel, die ungewolltes Verrutschen verhindern, ein weiterer Pluspunkt der Gletscherbrille. Ebenso sinnvoll sind die Aussparungen im Mittelteil (Air Flow Belüftungssystem), die ausreichend Belüftung geben.
Die abnehmbaren, gut abschliessenden, textilen Seitenteile sind praktisch, wenn die Brille nicht im Hochgebirge getragen wird. Nachteilig ist das Gefriemel, um die vor Sonneneinstrahlung schützenden Teile in die kleinen Vorrichtungen zu klippen. Vor allem dann, wenn es kalt und windig ist: Mit dicken Handschuhen kommen nicht nur Grobmotoriker schnell an ihre Grenzen – aufpassen also, dass die Seitenteile nicht in der nächsten Gletscherspalte liegen.
Weitere Produktinformationen
Gläser:
Reactive High Mountain, selbsttönend und polarisierend
VLT (Lichtdurchlässigkeitsfaktor des sichtbaren Lichts): 5 – 20 Prozent
Features:
- abnehmbare Seitenteile
- Air Flow Belüftungssystem
- Grip Nose & Grip-Tech Bügel
Farbe:
Dunkelblau/Hellrosa
Fazit und Einordnung
Alles in allem eine sehr hochwertige Gletscherbrille, die dank Reactive High Mountain Technologie hervorragend im (Hoch-) Gebirge funktioniert. Das neue Shield M Modell richtet sich dabei wirklich nur an Personen mit sehr schmalen Gesicht.
Technische Daten
- Produktbezeichnung (Damen)
- Shield M Reactive High Mountain
- Saison
- 2021
- Gewicht
- 30 g
- Preis
- 239.00 CHF
- Herstellungsland
- Hersteller-Webseite
- Produktbezeichnung (Damen)
- Shield M Reactive High Mountain
- Produktkategorien
- Brillen
- Hersteller
- Julbo
- Aktivitäten
- Bergsteigen, Hochtouren, Klettern, Skitouren, Trailrunning
Produktbilder und Detailaufnahmen
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© Julbo
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